Möschberg-Gespräche

Seminar Hotel Möschberg
Seminar Hotel Möschberg

Die Möschberg-Gespräche knüpfen an die Schulungsseminare des Möschberg in der Nachkriegszeit an. Die Reruralisierung der Kriegs- und Nachkriegszeit erforderte höchste Aufmerksamkeit und Ausbildung. Die Schule am Möschberg im Emmental, stand damals im Ruf die wichtigste landwirtschaftliche Ausbildungsstätte für Biolandbau in der Schweiz und im benachbarten Ausland zu sein. Mit der Industrialisierung der Landwirtschaft wurden Dünge- und Pflanzenschutzmittel auf Grund der deutlichen Ertragssteigerung zum Statussymbol des modernen Bauern. Schon damals warnten jedoch führende Leute aus der Möschberg Bewegung, Gifte in der Nahrungsproduktion könnten sich als schädlich und kontraproduktiv entpuppen. Diese und zahllose andere Themen wurden am Möschberg diskutiert.

Wichtigste Blüten im Laufe der Zeit

Die Bewegung des Biolandbaus ist die Frucht dieser Debatten. Alle relevanten bio-organischen Bewegungen wie Bio Suisse, Biofarm, AVG Galmiz sind aus diesen Gesprächen am Möschberg direkt oder indirekt entstanden.

Fruchtbarkeit will gepflegt sein

Möschberg-Gespräch 2013
Möschberg-Gespräch 2013

Auch in seiner heutigen Form und Zusammensetzung, heute als Bioforum Schweiz bekannt, sind wir dieser innovativen Tradition verpflichtet und diskutieren seit den 80er Jahren aktuelle und zukünftige Landwirtschaftstendenzen im Kreis von Bauern und Verbrauchern, Verarbeitern und Wissenschaftlern der Philosophie bis zur Agrarforschung und wagen den Seiltanz zwischen der fassbaren organischen Substanz der Erde und den feinstofflichen oder spirituellen Einflüssen in Boden und Frucht. Unser Bestreben ist es, uns an unseren alten Weisen zu orientieren und mit frischen innovativen Kräften aus allen Bereichen die Nahrungssicherheit auszubauen, Ernährungssouveränität zu schaffen, neue Erfahrungen und Erkenntnisse in die öffentliche Praxis und politische Diskussionen einfliessen zu lassen um den Weg zu würdiger Nahrung zu gewinnen.

Keine einheimische Landwirtschaft auf Kosten anderer Völker

Unser eigener Konsum, die einheimische Nahrungsproduktion und Agrarpolitik sind wichtige Elemente um den Hunger in der Welt bekämpfen.

 

Ein wichtiges Anliegen ist uns auch stets die kritische Selbstbeobachtung der Landwirtschaft in der Schweiz und wenn nötig Veränderungen unserer Betriebsführung herbeizuführen. Den Samen der Möschberg Gespräch tragen wir weit in den deutschsprachigen Raum Europas, aber auch ins Tessin und in die Romandie.

Die Saat geht auf

Die Möschberg Erklärung, die wir zum Abschluss der 16. Möschberg Gespräche im Januar 2010 formuliert haben, hat zahlreiche Bevölkerungsschichten angesprochen. Es wurde in Konsumentenkreisen, in politischen Parteien und natürlich in landwirtschaftsnahen Organisationen diskutiert. Im Internet findet man unter „Möschberg Erklärung“ gleich Seitenweise Einträge. So betreiben wir einerseits Meinungsbildung und finden andererseits konkrete Ansätze, um die Fruchtbarkeit und letztlich den Ertrag vom Blumentopf bis zur Ackerfläche nachhaltig zu verbessern.

 

Die Möschberg-Gespräche sind öffentlich und richten sich an alle Personen, die am jeweiligen Thema interessiert sind.